Sieben Zimmer mit außergewöhnlichem Ausblick
27 de Mai 2026

Die Paradore befinden sich an privilegierten Orten. Burgen, die seit Jahrhunderten den Horizont bewachen, Klöster, die zu ruhigen Rückzugsorten umgebaut wurden, Renaissance-Paläste, Festungen am Meer oder zeitgenössische Gebäude, eingebettet in traumhafte Landschaften. Wir sprechen meist von ihnen wegen ihrer Geschichte, ihrer Architektur, wegen des gastronomischen Reichtums, den sie bieten, oder wegen der natürlichen und monumentalen Umgebung, die sie umgibt. Und doch gibt es einen wesentlichen Teil des Erlebnisses, der oft dezent im Hintergrund bleibt: die Zimmer.

Dort findet die eigentliche, intime Reise statt. Der Ort, an dem die Reisenden nach einem Stadtrundgang zur Ruhe kommen, wo der Sonnenaufgang langsam durch das Fenster hereinbricht oder wo sie die umgebende Landschaft betrachten können. Die Zimmer der Paradore sind genau dafür konzipiert: um die Zeit mit Komfort, Geräumigkeit, Ruhe und viel Liebe zum Detail anzuhalten. Manchmal genügt schon ein Fenster, das genau in die richtige Richtung zeigt, um das Außergewöhnliche zu genießen.

 

Zimmer mit Blick auf die ewige Landschaft des Tajo

 

Ronda hat schon immer am Abgrund gelegen. Auf einem vom Fluss Guadalevín durchschnittenen Plateau scheint die Stadt zwischen zwei Welten zu schweben, die seit dem 18. Jahrhundert durch die imposante Puente Nuevo, eines der großen historischen Ingenieurswerke Andalusiens, verbunden sind.

Von den Zimmern des Parador de Ronda, aus öffnet sich die Tajo-Schlucht als atemberaubendes Naturschauspiel. Die Schlucht, die über Millionen von Jahren durch die geduldige Kraft des Wassers ausgehöhlt wurde, erreicht eine Tiefe von über hundert Metern und durchzieht das Herz der Stadt. Die Landschaft beeindruckt sowohl durch ihre geologische Dimension als auch durch die Art und Weise, wie der Mensch gelernt hat, mit ihr zu leben, indem er Brücken, Wege und Aussichtspunkte auf dem Felsen errichtete.

Zu jeder Tageszeit verändert sich der Blick aus dem Zimmer. Am Morgen hebt das Licht die Kalksteintöne der Schlucht hervor, am Abend zeichnet sich die Brücke in goldenen und rötlichen Farbtönen ab, und nachts legt sich über die Stadt eine fast theatralische Ruhe. Ronda lädt dazu ein, durch seine historischen Gassen zu schlendern, die Stierkampfarena zu entdecken, die Küche der Bergregion zu probieren oder die Weinkeller und Naturpfade zu erkunden, doch am Ende kehrt der Blick immer wieder zum Tajo zurück, dem wahren Protagonisten der Stadt.

 

Zimmer mit Blick auf das Mittelmeer

 

Auf Ibiza ist das Meer nicht nur Landschaft, es ist Erinnerung, Kultur und Licht. Seit Jahrhunderten verbinden seine Gewässer Zivilisationen, transportieren Geschichten und haben die Insel zu einem Zufluchtsort für Künstschaffende, Reisende und Träumer gemacht. Den Blick vom Parador de Ibiza aus zu genießen, bedeutet, ein sich wandelndes Mittelmeer zu beobachten, das innerhalb weniger Minuten von tiefem Blau zu den goldenen Reflexen der Abenddämmerung übergehen kann.

Der Parador liegt innerhalb der historischen Altstadt von Dalt Vila, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, und steht inmitten von Überresten aus der Zeit der Phönizier, Karthager, des Mittelalters und der Renaissance, die den außergewöhnlichen kulturellen Reichtum der Insel offenbaren. Jedes Zimmer bietet einen anderen Blick auf diesen außergewöhnlichen Ort.

Einige der Zimmer öffnen sich zum Hafen und zum Meer hin, wobei sich Formentera an klaren Tagen am Horizont abzeichnet. Andere blicken auf die Bastionen und die Renaissance-Stadtmauern und fügen den Aufenthalt in das monumentale Profil der Oberstadt ein. Und es gibt auch Zimmer, die auf den Patio de Armas ausgerichtet sind, einen ruhigen Ort, an dem die ältesten auf Ibiza gefundenen phönizischen Überreste ruhen.

Von jedem dieser Zimmer aus spürt man die Essenz der Insel, eine Mischung aus Geschichte, mediterraner Ruhe und Kreativität, die den Aufenthalt zu mehr als nur einem Urlaub am Meer macht.

 

Zimmer mit Blick auf eine Stadt aus goldenem Stein

 

Nur wenige spanische Städte haben eine so unverwechselbare Silhouette wie Salamanca. Vom linken Ufer des Flusses Tormes aus, wo sich der Parador de Salamanca, erhebt, bietet der Panoramablick auf die Kathedralen und die Altstadt eines der schönsten Bilder dieser Weltkulturerbestadt.

Hier fungieren einige Zimmer als privilegierte Balkone mit Blick auf Jahrhunderte universitärer, religiöser und monumentaler Geschichte. Der Torre del Gallo, die Kuppeln der Kathedrale und das Stadtprofil spiegeln sich im Fluss, während der Kalkstein im Tageslicht seine Farbe wechselt. Der magischste Moment ist bei Sonnenuntergang, wenn Salamanca jenen goldenen Farbton annimmt, der die Stadt weltweit bekannt gemacht hat.

Im Gegensatz zu anderen historischen Gebäuden des Netzwerks setzt dieser Parador auf eine zeitgenössische Architektur, die lichtdurchflutet und zur Landschaft hin offen ist und einen eleganten Kontrast zum Barock und Plateresk der Altstadt bildet. Von hier aus ist es ein Leichtes, die Stadt zu erkunden und alles zu entdecken, was Salamanca für Sie bereithält.

 

Zimmer mit Blick auf den Platz einer Stadt, in der die Zeit stehen geblieben ist

 

Es gibt Orte, die es scheinbar geschafft haben, die Schönheit einer vergangenen Epoche intakt zu bewahren. Santillana del Mar ist einer davon. Seine gepflasterten Gassen, Wappenhäuser und Steinfassaden bilden eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Nordspaniens.

Mitten im historischen Zentrum befindet sich der Parador de Santillana Gil Blas, untergebracht in einem alten Barockgebäude aus dem 17. Jahrhundert, das einst der Familie Barreda-Bracho gehörte. Von einigen seiner Zimmer aus öffnet sich der Blick auf den Hauptplatz des Ortes, wo das Leben in einer fast zeitlosen Gelassenheit verläuft. Gegenüber dem Gebäude erheben sich der Torre del Merino und das Rathaus, umgeben von der traditionellen Bergarchitektur, die den Charakter von Santillana prägt.

Die Umgebung macht den Aufenthalt noch reizvoller. Ganz in der Nähe liegen die kantabrische Küste und die Höhle von Altamira, deren Entdeckung Santillana zu einem der ersten großen kulturellen Reiseziele Spaniens machte. Doch man muss sich nur auf die Terrasse des Parador setzen, um zu verstehen, dass der wahre Luxus dieses Ortes in seiner ruhigen und authentischen Atmosphäre liegt.

 

Zimmer mit Blick auf die Erhabenheit der Pyrenäen

 

Im Pineta-Tal, am Fuße des Monte Perdido, gebietet die Landschaft Stille. Der Parador de Bielsa liegt inmitten von Wäldern, Wiesen und Bergen, deren Erscheinungsbild sich mit jeder Jahreszeit völlig verändert. Intensives Grün im Frühling, kupferfarbene Töne im Herbst und strahlendes Weiß im Winter.

Die Zimmer bieten einen Blick auf eine der spektakulärsten Naturkulissen der aragonesischen Pyrenäen. Von ihnen aus kann man die Gipfel, den Lauf des Flusses Cinca und die gewaltigen Gletscherwände bewundern, die das Tal umschließen. Es ist eine monumentale, unberührte und zutiefst sinnliche Natur.

Das Pineta-Tal ist Teil des Nationalparks Ordesa und Monte Perdido und gilt als einer der besten Orte, um die Artenvielfalt der Pyrenäen zu entdecken. Buchen, Tannen und Schwarzkiefern bedecken die Hänge, während auf den Wanderwegen und Hochweiden Gämsen, Murmeltiere, Hirsche oder Bartgeier, das Symbol dieser Berge, leben.

Hier hat die Reise etwas von Rückzugsort und Abenteuer zugleich. Sie können Wanderungen zum Balcón de Pineta oder zur Lagune von Marboré unternehmen oder einfach die Landschaft langsam durch das Fenster Ihres Zimmers auf sich wirken lassen.

 

Zimmer mit Blick auf eine mittelalterliche Burg

 

Es gibt Festungen, die die Landschaft schon dominieren, noch bevor man sie erreicht. Die Burg von Molina de Aragón, eine der größten Spaniens, thront auf einem Hügel als ständige Präsenz über dem kastilischen Städtchen.

Der neue Parador de Molina de Aragón, der 2025 eröffnet worden ist, ist genau darauf ausgelegt, mit diesem Bild in Dialog zu treten. Seine riesigen Fenster machen die mittelalterliche Burg zu einem Teil des Aufenthalts und ermöglichen einen außergewöhnlichen Panoramablick sowohl bei Tag als auch bei Nacht, wenn die monumentale Beleuchtung die Festung in eine fast filmreife Silhouette verwandelt.

Die zeitgenössische Architektur des Gebäudes aus Stein und Glas fügt sich dezent in die Landschaft des Alto Tajo ein, einer Region, die aufgrund ihres außergewöhnlichen Naturreichtums von der UNESCO zum Weltgeopark erklärt wurde. Von den Zimmern aus nimmt man sowohl die historische Monumentalität als auch die ruhige Weite der ländlichen Umgebung wahr.

Molina bewahrt zudem ein wertvolles kulturelles Erbe mit romanischen Kirchen, mittelalterlichen Gassen, alten jüdischen Vierteln und Klöstern, die von Jahrhunderten des kulturellen Zusammenlebens zeugen. All dies macht den Aufenthalt zu einem umfassenden Eintauchen in das zutiefst historische und zugleich am wenigsten bekannte Kastilien.

 

Zimmer mit Blick auf das Herz der andalusischen Renaissance

 

Nur wenige Plätze in Spanien vereinen so viel monumentale Schönheit wie die Plaza Vázquez de Molina. Dort befindet sich der Parador de Úbeda, untergebracht im historischen Palacio del Deán Ortega, der als erster Palast gilt, der in einen Tourismus-Parador umgewandelt worden ist.

Hier zu übernachten bedeutet, mitten im Herzen der andalusischen Renaissance zu schlafen. Von einigen Zimmern aus hat man einen direkten Blick auf den Platz und seine historischen Gebäude, was das Gefühl vermittelt, in einer perfekt erhaltenen monumentalen Kulisse zu wohnen.

Gegenüber dem Parador erheben sich einige der großen architektonischen Wahrzeichen von Úbeda, wie die Sacra Capilla del Salvador, ein Meisterwerk von Andrés de Vandelvira, der Palacio Vázquez de Molina, das heutige Rathaus, oder der Palacio del Marqués de Mancera mit seinem einzigartigen Renaissance-Turm.

Das Innere des Gebäudes verbindet historische Eleganz und andalusisches Erbe rund um einen wunderschönen Innenhof. Und draußen entfaltet die Stadt eine helle und ruhige Atmosphäre, in der Handwerk, die Gastronomie von Jaén und der gemächliche Rhythmus der monumentalen Städte des Südens miteinander verschmelzen.

Bei Einbruch der Dämmerung, wenn der Stein honigfarbene Töne annimmt und sich der Platz langsam leert, zeigt Úbeda, warum es nach wie vor zu den außergewöhnlichsten Renaissance-Ensembles Europas zählt.