In einem so vielfältigen Land wie Spanien stehen meist die großen Reiseziele im Mittelpunkt. Aber es gibt auch eine andere Art des Reisens, eine intimere, authentischere, die sich vom Trubel entfernt und in Winkel führt, die durch ihre Schönheit, ihre Geschichte und ihre Ruhe überraschen. Entdecken Sie diesen Sommer versteckte Juwelen mit dem Komfort und dem einzigartigen Charakter der Paradore. Orte, an denen die Unterkunft nicht nur ein Ort der Erholung ist, sondern der Beginn eines ganz besonderen Erlebnisses.
Von der Festung von Lorca in der Region Murcia über die ländliche Eleganz Kastiliens bis hin ins Innere der Mancha laden diese Paradore dazu ein, das Unerwartete zu entdecken. Denn manchmal findet man das Beste einer Reise dort, wo man es am wenigsten erwartet.
Festung, Archäologie und das innere Mittelmeer
Lorca ist eine Stadt, die durch ihre monumentalen Bauwerke und ihre landschaftliche Vielfalt überrascht. Im Südwesten der Region Murcia gelegen erstreckt sich ihr weitläufiges Gemeindegebiet, das zweitgrößte Spaniens, von den Hochländern im Norden über das fruchtbare Tal des Guadalentín bis zur unberührten Küste von Calnegre. Diese Vielfalt macht Lorca zu einem Reiseziel, das alles zu bieten hat: Geschichte, Natur, Kultur und Ruhe.

Ein Spaziergang durch die Altstadt ist wie eine Reise durch Jahrhunderte des Kulturerbes. Die Stadt wurde 1964 zum kunsthistorischen Ensemble erklärt, und das zu Recht. Auf der Plaza de España befinden sich einige der bedeutendsten Gebäude, wie die ehemalige Stiftskirche San Patricio und das Rathaus. Ganz in der Nähe, an der Plaza del Caño, befinden sich die Casa del Corregidor und der Pósito, Beispiele für die architektonische Pracht, die in jedem Winkel zu spüren ist. Kirchen, Klöster, Barock- und Renaissancepaläste säumen die Straßen, viele davon wurden zu Museen umgebaut, die die Erinnerung an die Stadt lebendig halten.

Das kulturelle Angebot wird durch Einrichtungen wie das Archäologische Museum (MUAL), den Palacio de Guevara, den Huerto Ruano, das Handwerkszentrum und das Besuchszentrum im ehemaligen Kloster Convento de la Merced abgerundet. Darüber hinaus werden ganzjährig geführte Touren durch die mittelalterliche Stadtmauer, die Tres Plazas und die bedeutendsten Gebäude der Altstadt angeboten.

Für Liebhaber der freien Natur bietet Lorca Wanderwege durch die Sierra de Almenara und den Regionalpark Sierra Espuña, ideal, um die Natur zu erleben. Und wenn Sie das Meer suchen, brauchen Sie nur nach Águilas, zu fahren, einem nahe gelegenen Küstenort mit mehr als 30 Stränden und Buchten. Von der familienfreundlichen Playa de las Delicias über den ökologischen Strand Playa de la Carolina, bis hin zur versteckten Bucht Cala de la Herradura, hat jeder Strand seinen eigenen Charme. Einige sind mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet, andere sind fast unberührt, aber alle haben das ruhige, kristallklare Mittelmeer gemeinsam, das zum Entspannen einlädt.

Auch Feste spielen eine wichtige Rolle im Leben von Lorca. Im September wird das Fest zu Ehren der Virgen de las Huertas, der Schutzpatronin der Stadt, gefeiert, während im November die Fiestas de San Clemente die mittelalterliche Geschichte mit Umzügen christlicher Söldnertruppen, muslimischer Kábilas und jüdischer Aljamas nachstellen, die zu regionalem touristischen Interesse erklärt wurden.
Der Parador

Inmitten dieses kulturellen Erbes erhebt sich der Parador de Lorca, ein Juwel, das Geschichte und Moderne verbindet. Der Parador befindet sich auf dem Gelände der Burg, innerhalb der Festung „Fortaleza del Sol”, und fügt sich elegant in die einzigartige archäologische Umgebung ein. Vor seinem Bau wurden Überreste einer Synagoge aus dem 15. Jahrhundert, eine islamische Zisterne und ein Teil der Almohadenmauer entdeckt, die heute in Begleitung von Führern bei Tag, Abend oder sogar bei Nacht besichtigt werden können.

Der Parador bietet ein Übernachtungserlebnis, das weit über die reine Erholung hinausgeht. Sein Spa und sein Innenpool laden nach einem intensiven Sightseeing-Tag zum Entspannen ein. Was ihn jedoch wirklich besonders macht, ist die Fähigkeit, die Besucher mit dem Wesen Lorcas in Verbindung zu bringen: einer Stadt, die sich nach und nach offenbart, in jedem Stein, in jeder Stickerei, in jedem Blick auf den Horizont.

BUCHEN SIE IM PARADOR DE LORCA
Kastilischer Adel und Landschaften von Arlanza
Lerma ist einer dieser Orte, die scheinen, als seien sie geschaffen worden, um die Zeit anzuhalten. Auf einem Hügel im Herzen von Kastilien gelegen blickt dieses Dorf in der Provinz Burgos mit der Eleganz eines Zeugen jahrhundertelanger Geschichte auf die Auen des Flusses Arlanza. Seine Silhouette, die vom imposanten Herzogspalast dominiert wird, der zum Parador de Lerma umgebaut worden ist, zeugt von der Pracht des Hoflebens im 17. Jahrhundert, als der Herzog von Lerma diese Stadt zum Zentrum der Macht und der Architektur von Herrera machte.

Ein Spaziergang durch Lerma ist wie ein Eintauchen in eine Szenerie, in der Steine Geschichten erzählen. Die plaza Mayor, einer der größten Plätze Spaniens, bewahrt die feierliche Atmosphäre der großen höfischen Feste, während das Kloster Monasterio de la Ascensión de Nuestro Señor, mit seinen Werken von Carducho und seiner Klosterkonditorei dem Rundgang eine süße Note verleiht. Vom Mirador de los Arcos aus, bietet sich ein Panoramablick auf die Arlanza-Ebene, die sich wie ein lebendes Gemälde ausbreitet, und auf der Plaza de Santa Clara ruhen die Überreste des berühmten Priesters Merino, der Napoleon zu schaffen machte und dessen Legende noch immer zwischen den Mauern nachhallt.

Die Stiftskirche San Pedro beherbergt Schätze wie den Original-Altaraufsatz, den Chorstuhl von Juan Gómez de Mora und die Orgeln von Diego Quijano, während der Durchgang des Herzogs, der dem König Bewegungsfreiheit ermöglichte, ohne die Straße zu betreten, dem Besuch einen Hauch von Geheimnis verleiht. Die Klöster und Konvente, die die Stadt prägen ̶ Santa Teresa, Santo Domingo, San Blas, Madre de Dios ̶ bewahren die Nüchternheit und den Charakter einer Zeit, in der Lerma ein Symbol für Macht und Spiritualität war. Und wenn man sich durch die Straßen des mittelalterlichen Stadtkerns wie La Paloma oder Zorrilla treiben lässt, entdeckt man Überreste von Stadtmauern, Brücken und Kapellen, die noch immer von der Vergangenheit flüstern.

Aber Lerma ist nicht nur Geschichte. Es ist auch Landschaft, Wein und Geschmack. Die Weinstraße Ruta del Vino del Arlanza lädt dazu ein, Familienweingüter zu entdecken, in denen der Wein mit Sorgfalt und Charakter hergestellt wird. Geführte Verkostungen zwischen Weinbergen und Fässern sind ein Erlebnis, das eine Verbindung zur Erde herstellt. Und für Naturliebhaber bietet die Schlucht Desfiladero de La Yecla einen Rundgang zwischen senkrechten Felswänden und Hängebrücken, ideal, um die Energie der Umgebung ohne Schwierigkeiten zu spüren.

Abgerundet wird der Ausflug durch Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, die das Erlebnis bereichern. In Santo Domingo de Silos, sind das Kloster und sein romanischer Kreuzgang ein Juwel der europäischen Kunst, und der Gregorianische Gesang der Mönche hüllt die Besucher in eine einzigartige Atmosphäre. Covarrubias, am Ufer des Arlanza, ist eines der schönsten Dörfer Spaniens, mit mittelalterlichen Türmen, charmanten Plätzen und einer Architektur, die bei jedem Schritt verzaubert.

Am Ende des Tages, wenn die Sonne hinter den Dächern von Lerma untergeht und die Luft nach Holz und Tradition duftet, gibt es nichts Schöneres, als sich im Parador de Lerma an den Tisch zu setzen und Lammbraten, handwerklich hergestellte Wurstwaren und Produkte aus der Region zu genießen.
Der Parador
Der Parador de Lerma ist schon aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen und besticht durch seine Majestät. Der Herzogspalast, der imposant über der Stadt thront, vereint Eleganz und Schlichtheit mit seinen robusten Steinmauern, mehr als 200 schmiedeeisernen Balkonen und vier Türmen mit Schieferdächern.

Der Palast wurde im 17. Jahrhundert vom Herzog von Lerma auf den Fundamenten einer alten mittelalterlichen Burg erbaut und wurde zu einem der größten und symbolträchtigsten Schlösser des damaligen Hofes. Er war Schauplatz einer königlichen Hochzeit, einer königlichen Geburt und beherbergte sogar Napoleon Bonaparte während seines Aufenthalts in der Region.

Neben der beeindruckenden Fassade bestechen der Kreuzgang und der Innenhof des Palasts durch ihre Schönheit. An diesem Ort brachte Lope de Vega vor mehr als 500 Jahren einige seiner Werke zur Uraufführung. Heute können Besucher unter dem Glasdach, umgeben von Säulen und Rundbögen, eine Pause einlegen, einen Kaffee trinken und die Umgebung bewundern.

Der Parador befindet sich an der Plaza Mayor von Lerma, einem der größten Plätze Spaniens mit fast 7.000 Quadratmetern. Die Stadt ist auch für ihr Netz von Klöstern und Konventen bekannt, darunter die Stiftskirche San Pedro und das Kloster San Blas.
BUCHEN SIE IM PARADOR DE LERMA
Die traditionelle Mancha und unerwartete Natur
Im Herzen von Castilla-La Mancha, offenbart sich Albacete als Land der Kontraste, wo die endlose Ebene mit unerwarteten Winkeln lebendiger Natur verschmilzt. Dort erhebt sich der Parador de Albacete als perfekter Rückzugsort für alle, die einen authentischen Urlaub auf dem Land suchen, fernab vom Lärm und nah an der Essenz der Mancha. Von seiner ruhigen Umgebung aus erstreckt sich eine Landschaft, die sowohl zur Erholung als auch zum Abenteuer einlädt.

Tradition ist in jedem Dorf, in jedem Gericht, in jeder Geschichte, die am Kamin erzählt wird, zu spüren. Die ländliche Kultur lebt in den Bräuchen, in der Gastronomie mit ihren intensiven Aromen wie Atascaburras oder Gazpachos Manchegos und in der Gastfreundschaft der Menschen weiter. Aber Albacete ist nicht nur Erinnerung, sondern auch Bewegung. Auf Radwegen durch die Ebene lässt sich die Region in einem anderen Tempo entdecken, während die Naturräume einzigartige Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung und zum direkten Kontakt mit der Umwelt bieten.

Ganz in der Nähe des Paradors überraschen die Lagunen von Ruidera als Oase aus Wasser und Vegetation, ein Ort, an dem sich Stille mit Vogelgesang und dem Rauschen des Wassers vermischt. Weiter entfernt präsentiert sich Alcalá del Júcar als eines der schönsten Dörfer Spaniens mit seinen in den Fels gehauenen Häusern und seiner Brücke, die wie aus der Zeit gefallen scheint. Und wenn der Reisende sich für einen Abstecher in die Hauptstadt entscheidet, erwartet ihn das Messermuseum mit einer faszinierenden Ausstellung des Handwerks, das dieser Stadt weltweite Berühmtheit verschafft hat.

Der Parador
Mitten in der weiten Ebene von La Mancha präsentiert sich der Parador de Albacete als Oase der Ruhe. Diese bezaubernde Unterkunft, die ganz im Stil der traditionellen Architektur der Mancha gestaltet wurde, verbindet die Wärme von Terrakottaböden, edlen Holzdecken und geräumigen Fluren mit Gärten, die an die Ruhe der alten Gasthäuser des Goldenen Zeitalters erinnern. Man kann sich leicht vorstellen, wie Don Quijote hier nach seinen Abenteuern eine wohlverdiente Ruhepause einlegt, in seinem Restaurant ein Festmahl mit regionalen Spezialitäten genießt und in Zimmern voller Licht und kastilischem Charme neue Kräfte tankt.

In den wärmeren Monaten ist der Pool der perfekte Ort, um sich zu erfrischen und vom Alltag abzuschalten. Ob für einen romantischen Kurzurlaub, einen Familienurlaub oder einfach nur, um zu sich selbst zu finden – dieser Parador bietet ein Erlebnis voller Entspannung und Erholung, das vom ersten Moment an begeistert.

Nur drei Kilometer vom Zentrum Albacetes entfernt, ist er der ideale Ausgangspunkt, um die natürlichen und kulturellen Schätze der Region zu erkunden. Von den fruchtbaren Tälern der Flüsse Júcar und Cabriel bis zu den majestätischen Gebirgszügen Sierras de Alcaraz und Sierras del Segura lädt jeder Winkel der Provinz dazu ein, überraschende Landschaften und tief verwurzelte Traditionen zu entdecken.