Cuenca für Anfänger: alles, was man für einen Wochenendausflug braucht
25 de August 2025

Manche Kurzurlaube entstehen spontan, andere werden lange im Voraus geplant. Cuenca gehört meist zu denen, die man auf Empfehlung von jemandem entdeckt, der bereits seinem Charme erlegen ist. Denn diese Stadt ist wirklich überraschend. Obwohl sie vor fast drei Jahrzehnten zum Weltkulturerbe erklärt worden ist, ist sie vielen noch immer weitgehend unbekannt. Wenn Sie also einen ersten Besuch planen, hier unser Tipp: Kommen Sie ohne Eile, mit offenem Geist und übernachten Sie, wenn möglich, im Parador. Das Wochenende verspricht viel.

 

Die Stadt

 

Cuenca ist ohne seine Landschaft nicht zu verstehen. Es ist nicht nur eine Stadt, sondern ein vertikales Abenteuer zwischen Schluchten, Flüssen und Gassen, die über dem Abgrund zu schweben scheinen. Gleich nach der Ankunft wird man vom bekanntesten Wahrzeichen in den Bann gezogen: den berühmten Hängenden Häusern. Auch wenn heute nur noch drei Originale übrig sind, beeindrucken sie mit ihrer schwebenden Architektur, die den gesunden Menschenverstand herausfordert. Hingegen wissen nicht alle, dass man sie betreten kann.

Und direkt gegenüber, über der beeindruckenden Schlucht des Flusses Huécar, erhebt sich das Parador de Cuenca.

 

Der Parador

 

Das ehemalige Kloster San Pablo, das zum Parador umgebaut worden ist, fügt sich so gut in die Landschaft ein, dass es scheint, als hätte es schon immer dort gestanden und auf Ihren Besuch gewartet. Eine Nacht in diesen Mauern ist wie eine Reise in die Vergangenheit, aber mit allem Komfort der Gegenwart. Die Räumlichkeiten ziehen Sie in ihren Bann: der verglaste Kreuzgang, die Cafeteria in der ehemaligen Kapelle oder der Pool mit Aussicht, den Sie, wenn Sie in der Saison zu Besuch sind, nicht mehr verlassen wollen. Außerdem ist das Hotel gerade nach einer umfassenden Renovierung wiedereröffnet worden.

Vom Parador aus beginnt einer der berühmtesten Spaziergänge: die Überquerung der Brücke Puente de San Pablo. Nicht für Menschen mit Höhenangst. In 40 Metern Höhe verbindet diese Brücke aus Eisen und Holz das Kloster mit der Altstadt von Cuenca und bietet einen der unvergesslichsten Ausblicke auf die Stadt. Wenn Sie sich trauen, sie bei Sonnenuntergang zu überqueren, wenn die Fassaden in goldenes Licht getaucht werden, werden Sie diese Erinnerung garantiert nie vergessen.

 

Das sollten Sie nicht verpassen

 

Beginnen Sie Ihren Spaziergang in der Altstadt und gehen Sie weiter zur Kathedrale, einem wahren gotischen Schatz, der nach der Rückeroberung auf den Ruinen einer alten Moschee erbaut wurde. Es ist ein vielschichtiges Gebäude, das im Laufe der Jahrhunderte romanische, platereske und barocke Einflüsse aufgenommen hat, aber wirklich beeindruckend ist sein Innenraum. Wenn Sie in die Höhe des Bauwerks steigen, haben Sie einen einzigartigen Blick auf das Mittelschiff und die plaza Mayor, das pulsierende Herz der Stadt.

Und genau auf diesem Platz spürt man den Puls von Cuenca. Flankiert von bunten Häuschen, dem Rathaus und dem Kloster Convento de las Petras, ist er der perfekte Ort, um eine Pause einzulegen, etwas auf einer Terrasse zu trinken und einfach nur zu schauen. Nur wenige Schritte entfernt schlängeln sich Gassen zu Stadtvierteln wie San Miguel oder San Martín, von denen jedes seinen eigenen Charakter und Charme hat.

Besonders wertvoll in Cuenca sind die zahlreichen Aussichtspunkte. Vom Florencio Cañas, mit Panoramablick auf die Burg bis zum versteckten Mirador de San Miguel, der sich diskret in die Landschaft einfügt und Ihnen Stille schenkt. Wenn Sie Lust auf einen kleinen Ausflug haben, können Sie den Cerro del Socorro, besteigen, die Wanderung ist kurz und die Aussicht grandios. Und für Liebhaber von Fotos mit Botschaft ist der Aussichtspunkt Mirador de Miguel Ángel Troitiño, der einem der großen Förderer der Anerkennung des Kulturerbes von Cuenca gewidmet ist, ideal, um mit der Stadt zu Ihren Füßen zu posieren.

 

Für Entdeckungslustige

 

Wenn Sie ein Auto haben (oder Lust auf Erkundungstouren), ist die Route zum Ventano del Diablo oder zur Ciudad Encantada ein großartiger Plan. Ersteres ist ein natürlicher Aussichtspunkt über der Schlucht des Júcar, letzteres ein geologischer Park, in dem die von Wasser und Wind geformten Felsen zu Tieren, Objekten und Launen der Natur werden. Und wenn Sie noch neugierig sind, werden Ihnen die Caras de Buendía, in Stein gehauene Gesichter mitten auf einem Waldweg, mehr als nur ein Lächeln entlocken.

 

Gastronomie

 

Sicherlich machen so viel Spaziergänge Appetit. Und hier punktet Cuenca mit einer weiteren Stärke: seiner Küche. Sie ist schmackhaft, authentisch und hat viel Charakter. Was auf Ihrem Tisch auf keinen Fall fehlen darf, sind Morteruelo (eine warme Wildpastete), Ajo Arriero (Knoblauch mit Paprika), Zarajos (Lammkoteletts) oder gute Migas (Brotkrumen mit Speck und Paprika). Dazu passen Manchego-Käse, Öl, Wein und Brot wie früher. Die süße Note liefert der Alajú, ein Dessert arabischen Ursprungs, das Mandeln und Honig kombiniert.

Und ja, all das können Sie auch im Parador genießen, wo die Tradition mit Sorgfalt gepflegt und mit einem modernen Touch präsentiert wird. Das Essen im alten Refektorium unter einer Holzdecke, umgeben von Geschichte und Geschmack, ist der perfekte Abschluss eines erlebnisreichen Tages. Hier versteht man, was es heißt, mit allen fünf Sinnen zu reisen.

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