Cuenca, eine Renovierung zur Würdigung seines Erbes an abst rakter Kunst
09 de Dezember 2025

Der Parador de Cuenca, der mit einer Ästhetik renoviert wurde, die das Wesen des ehemaligen Klosters San Pablo respektiert, hat nicht nur seine Infrastruktur verändert, sondern auch der Kunst des 20. Jahrhunderts einen wichtigen Impuls gegeben und damit seine Verbindung zur Kulturgeschichte der Stadt und ihrer Tradition als Zentrum der abstrakten Kunst in Spanien gefestigt.

 

Förderung des Kunstprojekts

 

Während des Renovierungsprozesses hat der Parador zeitgenössische Kunst in herausragender Weise integriert, seine Sammlung erweitert und seine kulturelle Ausrichtung gestärkt. Das Kloster San Pablo, seit Jahren Sitz des Paradors, beherbergt eine renovierte Kunstausstellung mit Werken einiger der einflussreichsten Kunstschaffenden der spanischen Abstraktion. Zu den herausragendsten Werken gehört die Serie Malevich von Julián Casado, eine Serie aus 42 Bildern, die den Einfluss des Lichts auf geometrische Körper untersucht, eine Hommage an den berühmten Kasimir Malevich und die konstruktivistische Tradition.

Darüber hinaus können im Parador Werke von Gustavo Torner und Fernando Zóbel, bewundert werden, zwei bedeutende Künstler der Grupo Cuenca, die das Museo de Arte Abstracto de Cuenca mitbegründeten und die Richtung der spanischen Gegenwartskunst prägten. Der Parador wird so zu einer Erweiterung dieses künstlerischen Erbes und bietet ein sinnliches Erlebnis, das Kunst, Architektur und Natur miteinander verbindet.

 

Gustavo Torner: Eine Referenz der abstrakten Kunst

 

Gustavo Torner, 1925 in Cuenca geboren, ist eine der bedeutendsten Figuren der abstrakten Kunst Spaniensim 20. Jahrhundert. Sein Werk umfasst verschiedene Disziplinen, von Malerei und Skulptur bis hin zu Collage, Zeichnung und Fotografie. Torner begann seine künstlerische Laufbahn in den 1940er Jahren, zunächst mit einem figurativen Stil, der sich später unter dem Einfluss der avantgardistischen Tendenzen der Zeit zu einer texturalistischen Abstraktion entwickelte.

Zusammen mit Fernando Zóbel gründete Torner 1966 das Museum für spanische abstrakte Kunst in den Casas Colgadas von Cuenca, ein Ort, der die Stadt zu einem wichtigen Zentrum für zeitgenössische Kunst machte. Seine Arbeit wurde international anerkannt, er nahm an renommierten Biennalen wie denen in Venedig und Sao Paulo teil und war Teil zahlreicher Ausstellungen in Museen auf der ganzen Welt, darunter eine Retrospektive im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid.

Torner ist auch für seine Arbeit in den Bereichen Museografie und Raumgestaltung bekannt, wobei insbesondere seine Mitwirkung an der Gestaltung des Museums für Abstrakte Kunst in Cuenca und seine Zusammenarbeit mit bedeutenden Institutionen wie dem Prado-Museum hervorzuheben sind. Seine Werke sind in renommierten Sammlungen vertreten, und seine Person ist zu einem Symbol für die künstlerische Moderne in Cuenca geworden.

 

Die Serie „Malevich” von Julián Casado

 

Das im Parador ausgestellte Werk von Julián Casado, „Serie Malevich. Variaciones sobre una misma estructura” (Serie Malevich. Variationen über eine Struktur), ist eines der bedeutendsten Werke der künstlerischen Neugestaltung des Paradors. Diese Serie besteht aus 42 Bildern, die zwischen 1978 und 1982 gemalt wurden, und ist eine Hommage an Kasimir Malevich, den Pionier des Suprematismus und der geometrischen Abstraktion. Das Werk untersucht, wie Licht mit geometrischen Formen interagiert und Farb- und Strukturvariationen erzeugt, die zu einer tiefgründigen Reflexion über visuelle Wahrnehmung und Abstraktion anregen.

Casado ist ein Künstler, der sich intensiv mit Licht beschäftigt hat, einem Element, das in seinen Werken immer wiederkehrt. Seine Bilderserie im Parador spiegelt sein Bestreben wider, die Gesetze der Wahrnehmung zu verstehen und durch Geometrie und Farbe neue Formen zu schaffen. Die Installation dieses Werks im verglasten Kreuzgang des Paradors verwandelt diesen Raum in einen Ort der Meditation und Reflexion, an dem Kunst und Architektur zu einem einzigartigen Sinneserlebnis verschmelzen.

 

Die Integration zeitgenössischer Kunst im Parador

 

Die Kunstsammlung des Parador de Cuenca beschränkt sich nicht nur auf die Werke von Casado, Torner und Zóbel, sondern umfasst auch Werke anderer Kunstschaffender, die mit der Gruppe Cuenca und der Tradition der geometrischen Abstraktion verbunden sind. Mit dieser Renovierung bestätigt sich der Parador als lebendiger Ort der Kultur, an dem zeitgenössische Kunst auf natürliche Weise in die Geschichte und Architektur des Klosters integriert wird.

Die künstlerische Gestaltung des Paradors würdigt nicht nur die Tradition der abstrakten Kunst, sondern stärkt auch den kulturellen und touristischen Charakter von Cuenca und festigt seine Stellung als Referenzpunkt in der spanischen Kunstszene. Gleichzeitig ermöglichen die Modernisierung der Einrichtungen und die Verbesserung der Gemeinschaftsräume, wie der verglaste Kreuzgang, die ehemalige Kapelle, die zu einer Cafeteria umgebaut wurde, und der Außenpool mit Blick auf die Huécar-Schlucht den Besuchern, eine einzigartige Umgebung zu genießen, in der sie sowohl Kunst als auch Geschichte in ihrer höchsten Ausdrucksform erleben können.

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