Kinoreife Paradore: Alcalá de Henares und die Route von „Cuéntame“
23 de Februar 2026

Die spanische Fernsehserie „Cuéntame cómo pasó“ ist Teil der Erinnerung mehrerer Generationen und weckt auch 25 Jahre nach ihrer Erstausstrahlung noch immer Emotionen, Nostalgie und Anerkennung. Anlässlich dieses Jubiläums hat Alcalá de Henares, Weltkulturerbestadt, die Route „Cuéntame Alcalá“ vorgestellt, eine neue touristische und kulturelle Route, die dazu einlädt, die realen Schauplätze zu besuchen, an denen die legendäre Serie von RTVE zum Leben erweckt wurde.

Eine Tour, die gleichzeitig eine Reise durch die jüngste Geschichte Spaniens, das Kulturerbe von Alcalá de Henares und einige der bedeutendsten Orte von Paradores ist.

 

Eine Stadt des Kinos (und der Serien)

 

Über zwei Jahrzehnte lang wurde „Cuéntame cómo pasó” an mehr als fünfzig Orten in Alcalá de Henares gedreht, vor allem im Freien. Straßen, Plätze, historische Gebäude und alltägliche Orte verwandelten sich in Schauplätze, die Millionen von Zuschauern bekannt sind.

Die neue Route, die vom Alcalá Film Office entworfen worden ist, umfasst eine etwa anderthalbstündige Tour zu zehn wichtigen Drehorten der Serie, bei der man unvergessliche Szenen wiedererleben und gleichzeitig den historischen und kulturellen Reichtum der Stadt entdecken kann.

Die Tour beginnt im O'Donnell-Park, einer der grünen Lungen Alcalás und regelmäßiger Schauplatz von Spaziergängen und Gesprächen der Alcántaras. Weiter geht es zu so emblematischen Orten wie der Plaza del Palacio, der Calle Mayor, der Plaza de Cervantes oder der Plaza de San Diego, wo Fiktion und Universitätsgeschichte auf natürliche Weise miteinander verwoben sind.

Straßen wie San Juan, Escritorios oder La Imagen wurden zu Schauplätzen voller Dramatik, während die Calle Colegios Schauplatz von Handlungen war, die mit Inés‘ künstlerischer Berufung oder Tonis journalistischer Arbeit zu tun hatten. An jeder Station kann man die Stadt aus einer filmischen Perspektive neu entdecken, unterstützt durch eine interaktive Storymap mit QR-Codes, die man mit dem Handy abrufen kann.

 

Der Parador de Alcalá de Henares, ein wichtiger Schauplatz

 

Unter allen Schauplätzen der Route gibt es einen, der für uns besonders bedeutsam ist: der Parador de Alcalá de Henares. Der heutige Parador war während der ersten drei Staffeln der Serie der Hauptdrehort und einer der Orte, an den sich die Fans von „Cuéntame“ am meisten erinnern.

Hier stand der emblematische verlassene Lastwagen, in dem Carlitos, Josete und Luis einen Großteil ihrer Zeit verbrachten, ein Zufluchtsort für Kinder, der zum Symbol für Freundschaft, Spiel und Abenteuer wurde. Aber der Parador war auch ein echter Dreh- und Angelpunkt der Dreharbeiten, da er als Ort für das Schminken, das Durchgehen der Drehbücher und gemeinsame Mahlzeiten des Filmpersonals diente.

Heute nimmt dieser historische Ort, eine ehemalige Schule und Kloster aus dem 17. Jahrhundert, wieder einen wichtigen Platz in der Erzählung von „Cuéntame“ ein und ist Teil einer Route, die sowohl das audiovisuelle als auch das architektonische Erbe der Stadt würdigt.

 

Der Tisch der Alcántaras: Düfte und Erinnerungen im Parador de Alcalá

 

Als krönender Abschluss dieser Hommage schließt sich der Parador de Alcalá de Henares der Feier mit einem Angebot an, das direkt an die Erinnerung appelliert: die Gastronomie.

Zwischen dem 14. Februar und Ostern bietet das Restaurant Hostería del Estudiante das Spezialmenü „Der Tisch der Alcántaras. Düfte und Erinnerungen aus den 60er und 70er Jahren” an, ein kulinarisches Erlebnis, das von den Gerichten inspiriert ist, die die Hausmannskost jener Jahrzehnte prägten und die wir so oft in der Serie gesehen haben.

Das Angebot greift traditionelle Rezepte aus der Zeit der Transition auf, als die spanische Küche begann, die Sparsamkeit der Nachkriegszeit hinter sich zu lassen und sich neuen Geschmacksrichtungen, Farben und Präsentationen zu öffnen. Gerichte, die zum Teilen und Genießen gedacht sind, wie an den Sonntagen am Familientisch.

Auf diese Weise wird der Parador de Alcalá de Henares wieder zu einem Treffpunkt zwischen Kino, Erinnerung und Gastronomie. Ein Ort, an dem Erinnerungen auf den Tisch kommen und wo „Cuéntame cómo pasó“ weiterlebt, wie jene endlosen Tischgespräche im Haus der Familie Alcántara.